Jahresabschlüsse

Mit dem Jahresabschluss werden die Daten der laufenden Jahresbuchhaltung zusammengefasst. Er stellt somit den rechnerischen Abschluss eines Wirtschaftsjahres dar. Damit vermittelt er ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens und ist Grundlage für diverse unternehmerische Entscheidungen.

Ebenfalls dient der Jahresabschluss als Bemessungsgrundlage für die Besteuerung. Auch die mögliche Höhe von Dividenden und Erfolgsbeteiligungen richtet sich nach dem Ergebnis des jeweiligen Jahresabschlusses. Bei Banken und anderen Gläubigern ist der Jahresabschluss ein wichtiges Prüfkriterium bei der Kreditvergabe. Dazu führen wir selbstverständlich die geforderten Plausibilitätsprüfungen des Jahresabschlusses durch, um die hohen Anforderungen an die Kreditvergabe und die laufende Kreditbetreuung zu gewährleisten.

Der Jahresabschluss setzt sich aus den Komponenten Bilanz, Gewinn-und Verlustrechnung, gegebenenfalls ergänzt um einen Anhang und den Lagebericht, zusammen.

Jahresabschlüsse von Kapitalgesellschaften oder ihnen gleichgestellte Personengesellschaften (z. B. GmbH & Co KG) sind im elektronischen Bundesanzeiger zu veröffentlichen.

Für Kleinstunternehmen reicht es dagegen aus, ihren Jahresabschluss im elektronischen Unternehmerregister zu hinterlegen. Bei berechtigtem Grund kann dieser Jahresabschluss dann auf Antrag gegen Gebühr eingesehen werden.

Neben diesen Veröffentlichungspflichten ist der Jahresabschluss elektronisch zu übermitteln (E-Bilanz). Das Steuerbürokratieabbaugesetz hat bilanzierende Unternehmen verpflichtet, Steuerbilanzen und zugehörige Gewinn- und Verlustrechnungen künftig elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln
Diese gesetzlich geforderten Veröffentlichungs- und Hinterlegungsverpflichtungen bzw. die Übermittlung der E-Bilanz nehmen wir nach Abschlusserstellung selbstverständlich für Sie vor.

Im Gegensatz zu diesen hohen Anforderungen an einen Jahresabschluss erstellen kleine Gewerbetreibende und freie Berufe eine Einnahmenüberschussrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG. Dabei werden den zugeflossenen Einnahmen die abgeflossenen Ausgaben gegenübergestellt und aus der Differenz das Ergebnis ermittelt.
Gerne erstellen wir Ihren Jahresabschluss/Ihre Einnahmenüberschussrechnung auch in dem Fall, in dem Sie die Buchhaltung selbst erstellt oder anderweitig fremd vergeben haben.

Jahresabschlüsse

Kindergeldanspruch: Einjährige Berufspraxis beendet die erstmalige Berufsausbildung

Nach dem Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums können volljährige Kinder dann einen Kindergeldanspruch begründen, wenn sie keiner Erwerbstätigkeit von mehr als 20 Wochenstunden nachgehen (sog. Erwerbstätigkeitsprüfung).

Hinweis: Übt das Kind - beispielsweise während eines Zweitstudiums - einen Nebenjob mit mehr als 20 Wochenstunden aus, erkennen die Familienkassen bzw. Finanzämter den Eltern daher das Kindergeld und die Kinderfreibeträge ab.

Um der Erwerbstätigkeitsprüfung zu entgehen und sich einen Kindergeldanspruch noch für Zeiten der Folgeausbildung zu sichern, argumentieren Eltern volljähriger Kinder vor den Familienkassen und Finanzämtern häufig, sämtliche Ausbildungsgänge würden noch zu einer einheitlichen erstmaligen Berufsausbildung gehören, so dass noch gar nicht in die Prüfung der Erwerbstätigkeit eingestiegen werden dürfe.

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